Denk mal

Julie und Julia – ein Blog wird zum Film wird zum Blogeintrag

Eigentlich wollte ich mich gestern Abend hinsetzen und für #29daysofblogging ein paar Beiträge vorbereiten. So langsam, also bereits nach der ersten Woche merke ich, wie viel Arbeit sich wirklich dahinter verbirgt, wenn man jeden Tag etwas im Blog zeigen möchte und dazu noch einen gewissen eigenen Anspruch an die Qualität hat. An Ideen und Fotomaterial hängt es momentan nicht, eher an einer fehlenden Routine beim Schreiben und einfach nicht genug Zeit. Gestern abend, nachdem die Kinder eingeschlafen waren, wollte ich mich an der Rechner setzen und mindestens zwei Beiträge fertig machen. Eigentlich. Denn in Wirklichkeit setzte ich mich auf die Couch und konnte überhaupt nix schreiben. Irgendwann gab ich den Versuch auf und wollte einfach nur noch etwas gucken.

Der Film Julie und Julia

Vor einiger Zeit schon hatte ich einen Film gesehen und ihn mir nochmal aufgenommen. Ein Film, der ums Kochen und Bloggen geht – Julie und Julia. Gemacht wurde der Film (mehr bei Wikipedia und imdb) schon 2009, und basierte als erster Film auf einem Buch (veröffentlicht 2005), das auf einem Blog (angefangen am 25. August 2002) basierte. In dem Film wird das Leben von Julia Child erzählt, wie sie in Paris in einer Kochschule das kochen erlernt und daraufhin ein Kochbuch über die französische Küche schreibt. Julie Powell liebt es zu kochen, ist aber ansonsten nicht so zufrieden mit ihrem Leben, sie wäre gerne Schriftstellerin geworden, schafft aber nur einen halben Roman. Als eine Freundin einen Blog startet (im Jahr 2002 noch nicht so selbstverständlich wie heute), kommt ihr die Idee zu ihrem Blog „The Julie/Julia Project“, in dem sie in 365 Tagen alle 524 Rezepte aus Julia Child Kochbuch „Mastering the Art of French cooking“ (Amazon Link) nachkochen will.

In dem Film geht es hauptsächlich ums Bloggen und natürlich ums Kochen. Im Gegensatz zu heutigen Food-Blogs gibt es in Julies Blog keine Bilder, nur Texte. Sie bloggt auch nicht jeden Tag, aber sie schafft es, alle 524 Rezepte innerhalb von 365 Tagen nach zukochen.

Gestern abend kam der Film genau zur richtigen Zeit, denn es war so schön zu sehen, dass trotz aller Probleme und Niederschläge Julie am Ende ihr Projekt wirklich durch gezogen hat. Auch, nachdem sie erfahren hat, dass Julia Child wohl nicht soviel von ihrem Blog und Projekt gehalten hat und auch starb, bevor das Buch veröffentlich wurde. Trotz allem hat sich dadurch ihr, also Julies, Leben ins Positive veränderte, immerhin wurde sie dadurch tatsächlich Schriftstellerin und im Julia Child Museum war sie auch und hat dort eine Packung Butter hingelegt, die für Julia Child wichtigste Zutat beim kochen. Ich werde nach den 29 Tagen bestimmt keine Schriftstellerin werden, aber vielleicht stellt sich endlich eine gewisse Routine beim Schreiben ein. Und kochen macht nach dem Film auch wieder viel mehr Spaß. Vielleicht wollt ihr heute morgen ja auch ein Omelett mit und nach Julia Child zubereiten?

Und wer jetzt neugierig auch den Film geworden ist, kann sich hier noch den Trailer anschauen.

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  1. Bin gespannt, ob er Dir gefällt. Viel Spaß beim anschauen.

  2. Der grinst mich schon lange bei Amazon Prime an… ich glaube jetzt schlage ich endlich zu! Danke für die Vorstellung!

  3. Bin gespannt, wie Du ihn findest, falls Du ihn dir anschaust. 🙂

  4. Oh, ich kenne den Film gar nicht. Aber klingt wirklich spannend – nicht nur für uns Blogger! 😀

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