Increase Creativity Interview Machen

#creainterview mit Yvonne vom Blog Mohntage

In meiner neue Reihe #creainterview gibt es dieses Jahr in regelmässigen Abständen ein Interview zum Thema Kreativität. Heute hat mir Yvonne mit ihrem Blog Mohntage.com alle meine Fragen beantwortet.

Yvonne von Mohntage (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Blog) - Foto: © Andrea Marquetant
Yvonne von Mohntage (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Blog) – Foto: © Andrea Marquetant

Yvonnes „kreatives Ventil“ ist ihr Blog Mohntage.com auf dem es in den Mohntagen um DIY-Tutorials und leckeres Essen geht. Man bekommt in ihrer Reihe Blogmuse auch Tipps zum Bloggen und bei „Have a nice Mohnday“ erfährt man mehr über ihr Herzensprojekt mit dem Mainzer Tierheim. Ganz besonders gefallen mir die DIY-Videos mit Hans-Günter. Wer oder was Hans-Günter ist, erfahrt ihr bei ihr im Blog.

Meine 3 #hashtags für Yvonne: #herzblutkreative, #hansgünter, #BloggerFuerFellnasen und hier meine Fragen an sie:

Was heißt für Dich „kreativ sein“? Wie äußert sich Deine Kreativität?

Kreativ sein oder Kreativität bedeutet für mich, mich auszudrücken. Es ist ein Lebensgefühl, das mich absolut glücklich macht und ausfüllt. Ich liebe es, Dinge mit meinen eigenen Händen aus dem Nichts, nur anhand einer Idee zu erschaffen oder … genauso großartig … mich von anderen klugen, kreativen Köpfen inspirieren zu lassen. Dieser Moment, wenn die Muse einen so heftig knutscht, dass man fast aus den Socken gehauen wird, ist wohl kaum zu beschreiben, aber wir kennen ihn alle: Wenn es in den Fingern juckt, das Kopfkino zum Blockbuster wird und man leise in sich hinein kichert, weil man weiß was kommt. Ich glaube auch, dass ich erst damit aufhören werde wenn mir Hirn und/oder Hände den Dienst quittieren. 😉

„Wenn die Muse einen so heftig knutscht, dass man fast aus den Socken gehauen wird“ @mohntage Klick um zu Tweeten

Ist für Dich Kreativität Handwerk oder der Kuss der Muse?

Eindeutig beides. Manchmal schlägt eine Idee ein wie ein Blitz … völlig aus dem Nichts und dann beginnt man zu arbeiten… Musenkuss deluxe quasi. Ganz häufig entsteht daraus aber während dem Arbeiten noch eine neue, bessere … oder sagen wir „andere“ Idee. Vielleicht wird das Ergebnis anders als geplant und das ist genauso großartig. Mich fasziniert der Weg, den man geht bis zum fertigen Projekt. Der ist immer für Überraschungen gut.

Splatter Paint Schmuck aus Fimo (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) - Foto: © Yvonne von Mohntage
Splatter Paint Schmuck aus Fimo (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) – Foto: © Yvonne von Mohntage

Kann man Kreativität lernen?

Ich glaube, dass jeder Mensch kreativ sein kann. Es steckt in jedem von uns und muss lediglich heraus gekitzelt werden. Natürlich fallen manche Dinge leichter und manche schwerer. Aber mit der Zeit wird man besser. Man übt und verfeinert seine Handgriffe, lernt neue Techniken, bildet sich fort, tauscht sich aus… Aber mir kann keiner erzählen, dass es einen Menschen gibt, der nicht kreativ ist. Vorstellungskraft hat schließlich jeder und daraus erwachsen unsere Ideen und Projekte ja erst.

Kreativität „steckt in jedem von uns und muss lediglich heraus gekitzelt werden.“ @mohntage Klick um zu Tweeten

Wann bist Du am kreativsten?

Puh… das ist unterschiedlich. Aber es gibt eine besondere Zeit, die meinen armen Mann leider etwas in den Wahnsinn treibt und das ist der kurze Zustand zwischen Wach und Einschlafen. Ich habe ein Diktiergerät am Bett liegen bzw. bin dazu übergegangen es schnell in mein Handy zu quatschen. Denn bevor ich einschlafe, drifte ich gedanklich immer ein bisschen durch die ganzen Ideenfetzen, die mir im Kopf herumschwirren und dabei entstehen die coolsten Kombinationen. Nur vergesse ich die leider bis zum Morgen. Es sei denn, ich quatsche sie ganz schnell und leise in mein Handy 🙂

Ihr Beitrag mit Video für das Tierheim Mainz für die Kampagne #wearebetterwithpets (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) - Foto: © Yvonne von Mohntage
Ihr Beitrag mit Video für das Tierheim Mainz für die Kampagne #wearebetterwithpets (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) – Foto: © Yvonne von Mohntage

Wo hast Du die besten Ideen? Hast Du einen Lieblingsort in deiner Stadt?

Eingekuschelt in die Bettdecke. Manchmal aber auch auf dem Mainzer Wochenmarkt, im Bastelladen oder im Supermarkt, wenn mich eine einzelne Zutat anspringt und sich blitzschnell eine Rezeptidee formt. Oder… ganz naturgemäß im Gespräch mit Anderen oder beim Wildern auf Pinterest. Das ist mittlerweile zu meinem Mekka geworden ich habe 17.079 Pins und 88 Pinnwände… mehr muss ich nicht sagen, oder? 😉

Braucht Kreativität Langeweile?

Unbedingt. Es gibt Phasen, in denen mein Kopf einem Luftballon gleicht, der sich mit Wasser füllt und zu platzen droht. Dann habe ich so viele Ideen, dass ich gar nicht weiß wohin damit. Und so schön das ist, so sehr überfordert es manchmal auch. Wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll oder alles auf einmal machen will – ich bin soooo ungeduldig. Oder wenn man das Gefühl hat, nicht genügend Zeit für all die Projekte zu haben. Puh… Deshalb glaube ich, dass wir auch ruhige, träge Tage brauchen, in denen der Geist etwas zur Ruhe kommen kann. 🙂

Wie sammelst Du Deine Ideen? Im Kopf, hast Du ein Ideenbuch oder nutzt Du digitale Tools? (Welche digitalen Tools nutzt Du?)

Ich habe eine kleine Kladde, mein Handy am Bett und ich teste gerade Evernote. An Evernote mag ich, dass man Pins von Pinterest dorthin schicken und Screenshots von Seiten machen kann, um sie zu sammeln. Ich habe das Tool noch nicht komplett durchdrungen, aber ich mag es sehr. Die kostenlose Version reicht ja auch erst einmal völlig aus. Excel nutze ich aber auch 😉 Ich verwalte darin meine Social Media Redaktionspläne, gerade um bei Facebook nicht den Überblick zu verlieren wo ich was gepostet habe und wann. 🙂

Essbare Eierbecher aus Hefeteig nach Omas Rezept (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) - Foto: © Yvonne von Mohntage
Essbare Eierbecher aus Hefeteig nach Omas Rezept (mit Klick aufs Bild landet ihr in Yvonnes Beitrag dazu) – Foto: © Yvonne von Mohntage

Mal ehrlich: Wie viel bleibt von einem ersten Entwurf/einer ersten Idee übrig?

Das ist schwer zu sagen. Manchmal alles, manchmal nichts. Ganz selten verwerfe ich die Idee, weil es nicht aufgeht oder nicht schön aussieht. Ich habe häufig eine Diskrepanz zwischen Bild im Kopf und Endprodukt. Wenn die zu groß ist, sind das die kritischen Momente, in denen ein Projekt auch eingestampft werden kann. Beim Nähen ist das am häufigsten der Fall. Aber auch das ist normal, glaube ich. Die Idee ist ja nur eine Skizze und wir füllen sie auf dem Weg mit Form und Farbe.

Was inspiriert Dich? Wie findest Du neue Ideen?

Blöd gesagt kann mich eine Tomate inspirieren. Nehmen wir mal die Rezepte als Beispiel: Ich liebe den Mainzer Wochenmarkt und das Suchen nach leckeren Zutaten. Und ganz häufig springen mich dabei ein Kürbis, eine Packung Beeren, Äpfel oder sonst eine Zutat an: „Oh… die Brombeeren sehen super aus. Könnte ich eine tolle Füllung draus machen. Aber für was? Hmmm… was passt den gut. Könnte mit weißer Schokolade gut schmecken. Und dazu was Grünes. Matcha vielleicht. Kuchen ist zu heftig. Müsste luftig sein.“ So sind meine Matcha-Brombeer-Macarons entstanden 😉

Bei DIYs ist das ähnlich… ich KANN einfach nicht an einem Wollgeschäft vorbeigehen und meistens kaufe ich Wolle, die so grob für einen Pulli reicht, was dann draus wird, steht meist noch gar nicht fest. Bei Stoffen ist das auch so. Und bei Listmann geht es mir mittlerweile genauso. Dann stehe ich vor einem Regal mit Holzperlen oder Kupferfolie und es schlägt ein. Um mich mal kurz zu fassen: Ideen finde ich überall. Ich glaube, dass man einfach nur mit wachem Blick und nicht auf den Boden starrend durch die Welt laufen muss. Dann findet man gaaaanz viele Ideen und Inspiration.

Gibt es etwas, dass Du unbedingt noch mal ausprobieren/lernen möchtest?

Oha. Ja. Webdesign und App-Entwicklung. Da würde ich mich echt gerne mehr reinfuchsen. Ich wurschtle ja seit einem Jahr gelegentlich in Adobe Muse an meinem Theme herum und mache Mäuseschrittchen vorwärts. Ich kann aber keinen einzigen Schnipsel Code schreiben und wenn ich an die Möglichkeiten denke, die mir offen stünden WENN ich das könnte, wird mir ganz schwindelig.

Genauso gerne würde ich aber auch handwerklich noch eine Schippe drauflegen wollen. Wenn es um das Verlegen von Fliesen, Leitungen usw. geht. Mein Traum ist ein DIY-Haus, an dem ich so lange es eben braucht herum-Bob-der-Baumeiser-n kann 😀

 

Wer jetzt noch mehr über Yvonne wissen möchte kann das bei Mohntage.com | Youtube | Instagram machen. Alle weiteren Interviews aus dieser Reihe findet ihr unter #creainterview.

Wenn ihr jemanden kennt, den ich unbedingt mal interviewen sollte, oder ihr seid selbst kreativ tätig und wollt von mir interviewt werden, dann schreibt mir gerne eine Email an interview@increasecreativity.de.

Nimm mich mit zu Pinterest:

  1. Noch ein Yvonne und Hans Günther Fan. Einfach eine tolle kreative Frau!
    Liebe Gruß | Barbara

  2. Yvonne ist echt eine tolle Bloggerin! Ich liebe ihren Blog und ihre Antworten hier sind echt sympathisch. Hoffentlich bleibt sie noch lange so kreativ, und Hans Günther ist echt eine tolle Ergänzung zu ihr 😉

    Liebe Grüße

  3. Hallo Elke, so geht es mir auch. Ich finde Hans Günther auch so klasse! LG Barbara

  4. Yvonne inspiriert mich immer sehr.lg Elke

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